Interview: The Lake Poets

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Wenn man sich in emotionalen Ausnahmezuständen befindet, dann ist Musik etwas, das einen noch tiefer und stärker bewegen kann, als alles andere. So ist das zumindest bei mir. Und so war es auch, als ich zu Beginn dieses Jahres das Maifeld – Derby besucht habe. Eine nervenaufreibende Beziehung lag hinter mir, der Kopf natürlich immer noch im Chaos und um mich herum Festivalbesucher, die drei Tage am Stück Dauerspaß haben wollen. An Tag zwei, als alle ins große Zelt zu SIZARR pilgerten, entschied ich mich deswegen ein wenig Ruhe zu suchen – auf dem, ironischerweise, betitelten „Parcours d‘ amour“ – eine Bühne, die hauptsächlich von Singer – Songwritern bespielt wurde. Dort entdeckte ich Marty. Marty, der alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne stand, in einem wunderbar klaren Englisch seine Lieder sang und – so kitschig wie das klingt – das Innerste der Menschen berührte. Ich war begeistert. Als ich dann las, dass er nach Düsseldorf kommen würde, um als Vorband für Cold Specks zu spielen war mir klar, dass ich ihn nochmal sehen wollte – herausfinden, ob seine Musik auch ohne temporäres inneres Durcheinander berühren kann –  aber vor allem wollte ich mit ihm sprechen, um den Menschen hinter der Musik kennenzulernen.

THE LAKE POETS IM STREAM BEI SOUNDCLOUD:

Vor ein paar Wochen habe ich ein Buch gelesen, in dem der Protagonist behauptet, dass ein Künstler unglücklich sein müsse, um gute Kunst zu produzieren – was denkst du dazu?

Da ist was Wahres dran. Wenn ich mir meine Lieder anschaue, dann sind die Lieder, die mir am meisten bringen oder von denen Leute mir erzählen, dass sie ihnen besonders gefallen, genau die Lieder, die ich wirklich fühle. Wenn ich etwas Schreckliches erlebt habe oder meine Freunde und Familie etwas Schwieriges durchgemacht haben, dann neige ich dazu das aufzuschreiben, quasi wie einen Tagebucheintrag. Diese Lieder zu singen fühlt sich gut für mich an, weil es wahre Emotionen sind, die ich präsentiere.
Meine Musik ist eine Art Katharsis für mich, um mich mit meinen Gefühlen zu beschäftigen- und wenn ich sie in einem Lied verpacke habe ich die Möglichkeit sie mit anderen Menschen zu teilen und mich mit anderen Leuten zu verbinden. Dadurch erscheinen einem die eigenen Probleme direkt ein wenig kleiner.

Wie schwer ist es für dich diese, doch meistens sehr persönlichen Lieder, die ersten Male live zu spielen?

Es ist schon sehr hart. Aber wenn du die Lieder spielst und nach dem Konzert Leute zu dir kommen und erzählen, dass es in ihrem Leben einen ähnlichen Vorfall gab und sich dadurch ein kleines Gespräch entwickelt, in dem man sich über seine Erfahrungen austauscht, dann ist das schön: zu merken, dass man nicht alleine da steht, man sich seine Probleme teilt. Häufig kann man dann auch gemeinsam darüber lachen und sich an die guten Momente erinnern – in Traurigkeit entsteht nämlich häufig eine spezielle Verbindung, die es einem möglich macht, sich an die schönen Dinge zu erinnern. Wenn man also Leute trifft, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, dann kannst du buchstäblich ihr Herz erreichen und sie deines – vice versa. Das ist sehr kraftvoll.

Als ich dich auf dem Maifeld – Derby gesehen habe, hast du einige Leute sichtbar berührt, mich eingeschlossen, und Tränen produziert. Wie fühlst du dich dabei, zu wissen, dass du die Menschen so stark emotional affizieren kannst mit deiner Musik?

Einerseits erschreckt es mich ein wenig, auf der anderen Seite fühle ich mich verantwortlich für die Menschen und bin natürlich auch ein wenig stolz. Schließlich möchte man ja immer eine Reaktion provozieren, wenn man ein Gedicht schreibt, einen Film macht oder ein anderes kreatives Produkt erschafft – egal ob sie positiv oder negativ, glücklich oder traurig ist. Wenn ich meine Lieder schreibe ist da jedoch nichts künstliches, da bin nur ich, der seine Gedanken sortiert und rausbringt – und wenn ich damit andere Leute so beeinflussen kann, dann ist das ein starkes Gefühl. Ich fühle mich dann nicht besonders brillant oder schlau – sondern eher als Teil von etwas, ich fühle mich menschlicher. Wir werden mit so vielen Dingen konfrontiert im Leben, über die wir nichts fühlen sollen – wir sollen von der Kindheit an taff und stark sein und am besten nichts zu nah an uns ran lassen. Aber die meisten Leute haben Nervenzusammenbrüche, mentale Probleme und depressive Phasen – darüber sollen wir aber nicht sprechen, sondern nur so tun, als wäre nichts. Ich habe das Gefühl, dass ich durch meine Lieder Leute erreichen kann, die sich genau deswegen vielleicht nicht mit ihren Problemen und Gefühlen beschäftigen, dass ich sie quasi auf einem Nebenweg erreichen. Das zu spüren ist sehr schön.

Du hast eben Gedichte angesprochen – das bringt mich zu dem Namen deines Projektes: „The Lake Poets“. Beim Googlen habe ich rausgefunden, dass es sich um eine Gruppe junger Dichter handelt, die im 19. Jahrhundert in Cumberland aktiv waren – beziehst du dich darauf mit deinem Namen?

Ja, das tue ich. Ich habe Englisch in Newcastle studiert und eines Tages saß ich in der Bibliothek und sollte ein Essay schreiben, über Lyrik oder so. Ich war ziemlich gelangweilt und habe mich ein wenig umgesehen. Im Bücherregal direkt neben mir stand „The Recollection of the Lake Poets“ – und als ich das sah dachte ich „Shit, das wäre ein cooler Bandname“. Als ich nach Hause kam habe ich also direkt bei Myspace, was damals noch total ‚in‘ war, nachgeschaut, ob der Name schon vergeben war. Niemand hatte ihn. „Fuck, lucky day.“ – dachte ich mir und hab mich direkt überall mit dem Namen angemeldet. Ein Jahr später habe ich dann angefangen Auftritte zu spielen und zu Beginn waren sehr viele Leute verwirrt, weil ich nur eine einzelne Person auf der Bühne war – mit dem Namen.

Siehst du dich selbst, in einer gewissen Weise, auch als ein Dichter?

Ich kenne einige echte Dichter persönlich, die wirklich grandios sind – von daher würde ich nicht so anmaßend sein wollen und von mir selbst als einer sprechen. Ich denke, ich weiß zwar ungefähr, wie man Dinge schreibt, wie man Wörter gut miteinander reimt, wie Struktur und Metren funktionieren – aber ich würde nicht sagen, dass ich ein Dichter bin – nein.

Momentan bist du bei deinen Konzerten alleine auf der Bühne, nur mit deiner Gitarre – auf deinen Tracks sind aber viel mehr Instrumente zu hören. Gleichzeitig hast du auch eine Band, mit der du ab und an tourst – wie entscheidest du wann du alleine spielst und wann mit deiner Band?

Momentan hängt das vor allem vom Geld ab – Geld und Zeit. Wir sind alle entweder noch Studenten oder arbeiten fest in anderen Jobs und haben deswegen nur selten alle gemeinsam Zeit. Meine Band besteht nämlich nur aus meiner Familie und Freunden: Mein Bruder, sein bester Freund, mein bester Freund, seine Freundin und noch ein weiterer guter Freund von mir. Wenn wir alle mal gleichzeitig Zeit haben, dann spielen wir die Shows gemeinsam als Band. Unglücklicherweise lagen alle Konzerte hier in Deutschland entweder unter der Woche oder mitten im Semester, sodass ich meine Konzerte hauptsächlich solo gespielt habe. In England spielen wir jedoch eigentlich immer alle zusammen und auch auf viel größeren Bühnen, als zum Beispiel hier, im Zakk. Das sind dann manchmal Konzerte mit bis zu 10.000 Menschen & mehr. Das liegt gar nicht daran, dass wir schon so ein großes Ding in England wären, aber wir bekommen einfach Gigs auf größeren Festivals. Hoffentlich entwickelt sich das im nächsten Jahr in Deutschland ähnlich.

Spielst du denn lieber mit der Band oder alleine?

Ich mag beides sehr gern. Der Adrenalin – Kick ist komplett unterschiedlich: wenn ich solo spiele und alle Leute vor mir stehen, es komplett ruhig ist und ich zusehen kann, wie die Leute emotional werden, dann fühlt sich das echt krass an und ich denke mir „Yeah, ich schaffe hier gerade etwas“. Andererseits macht es mir auch unglaublich viel Spaß mit meiner Band zu spielen und zu sehen, wie die anderen die Zeit auf der Bühne genießen – manchmal drehe ich mich um und sehe meinen Bruder, der über das ganze Gesicht strahlt, Gitarre spielt und eine gute Zeit hat oder Cullum, der einfach nur glücklich in die Luft starrt – das gibt mir ein tolles Gefühl, weil es meine Freunde sind und ich es mag sie glücklich zu sehen.

Klingen deine Songs fröhlicher, wenn du sie mit deiner Band spielst?

Sie werden bloß etwas lauter – ich habe verschiedene Sets, die ich spiele. Es gibt ein sehr ruhiges, ein gitarrenlastiges, ein traditionelles Singer – Songwriter Set oder, wenn ich mit der Band spiele ein ‚full – band – punch  in  the  face‘ – mäßiges. Fröhlicher und beatlastiger, da habe ich dann auch ein paar Songs, die nur mit der Band funktionieren, die etwas größer und wütender sind: ein bisschen wie Neil Young’s Crazy Horse. Die kann ich schlecht alleine spielen.

Deine Website bezeichnet dich als „Multi-Instrumentalisten“, womit hast du begonnen?

Mein erstes Instrument war das Saxophon, bis letztes Jahr habe ich auch noch als Saxophonist in einer Band gespielt – das hat ziemlich Spaß gemacht. Mit elf Jahren habe ich damit angefangen und mit 14 kam dann die elektrische Gitarre dazu. Ich war damals in einer dieser verrückten Screamo-Bands so wie zum Beispiel. „At the Drive-in“. Als mein Großvater 2010 starb habe ich gemerkt, dass er nur die Musik dieses komischen Screamo-Teenager kennenlernen konnte und nie hören konnte, wie ich meine akustischen Lieder singe. Das war ein Wendepunkt für mich, an dem ich gemerkt habe, dass ich mich mehr mit meinen ruhigen Songs beschäftigen möchte – ich habe dann auch einen Song über ihn geschrieben. Wenn ich so darüber nachdenke: ich neige wohl stark dazu über Familiendinge zu schreiben, aber: das ist halt einfach das was mich am meisten bewegt, um ehrlich zu sein.

Wenn du deine Songs schreibst, was ist normalerweise zuerst da Melodie oder Text?

Der Text! Ich mag Lyrics unglaublich gerne und ich bemühe mich, immer besser im Texten zu werden. Zuerst schreibe ich meistens den Refrain. Ich glaube, dass ich eine gewisse Pop-Sensibilität besitze und von daher weiß, was ich mag und was meine Aufmerksamkeit fängt. Deshalb versuche ich immer zuerst einen Refrain zu schreiben, der ‚catchy‘ ist, um danach meine Geschichte und die restlichen Lyrics herum zu bauen. Ich habe ein altes Notizbuch, in dem ich mir andauernd Textpassagen notiere – mir kommen eigentlich ständig welche in den Kopf, die ich dann notiere. Wenn ich dann Lieder schreibe gehe ich durch meine Notizen und setze die einzelne Textideen und Fragmente zusammen und schaue, was gut zusammenpassen könnte. Das ist mein persönliches „Mischmasch-Ideal“ von Songwriting.

Ja, das ist wahr, deine Refrains sind wirklich einprägsam. Einer, der mir besonders im Kopf geblieben ist, ist der zu „Honest Hearts“ – du singst: „you can take my body, but you will never get my soul“. Den finde ich sehr stark.

Ja, dieser Refrain kommt aus der Zeit als meine Mutter Krebs hatte – jetzt geht es ihr gut, sie ist behandelt und geheilt. Aber das war vor ein paar Jahren, sie hatte Brustkrebs und ich war überfordert und verwirrt, weil ich nicht wusste, was ich tun kann, um ihr zu helfen. Ich hatte das Gefühl, dass meine Mutter sterben würde und ich einfach nichts dagegen machen konnte – das war sehr frustrierend. Ich war also sehr genervt, frustriert, traurig und sauer über die Situation und darum dreht es sich im Endeffekt in dem Song. Er sagt eigentlich: Vielleicht stirbst du, verlierst dich selbst oder wirst depressiv – aber deine Seele ist immer etwas, was noch tiefer in dir sitzt und für dich kämpft, unzerstörbar. Ich glaube, dass ist das was meine Mama gemacht hat und: sie lebt. Das ist gut.

HONEST HEARTS IM STREAM BEI SOUNDCLOUD:

Du bist durch deine Konzerte in den letzten Wochen viel durch Deutschland gereist, gibt es ein englisches Wort, das wir Deutschen in deinen Ohren seltsam aussprechen oder falsch benutzen?

Nein, hier spricht echt jeder sehr gutes Standard-Englisch. Das finde ich für uns Briten etwas beschämend, weil wir niemals so gut Deutsch sprechen könnten wie ihr Englisch.
Ein Wort, dass ich meine deutschen Freunde immer sagen lasse ist “Squirrel”, das bekommt einfach niemand hin: ich glaube, das Wort höre ich am liebsten von einem Deutschen. Mein Lieblingswort im Deutschen ist übrigens „Schadenfreude“ – dazu gibt es kein Äquivalent im Englischen. Dabei ist es so gut, weil es so viel auf einmal so präzise beschreibt!

Meinst du die Existenz des Wortes liegt daran, dass die Deutschen schadenfroher sind als die Briten?

Nein, ich denke eher, dass ihr in Deutschland eine deutlich effizientere Sprache habt, die zweckmäßig funktioniert, auf ihren Gebrauch abgepasst ist. Wohingegen Englisch einfach nur eine Sammlung von anderen Sprachen ist: wir haben Französisch, Italienisch, Latein, Spanisch und Deutsch gestohlen und es einfach alles zusammengewürfelt. Darum ist es auch so schwierig die Sprache richtig zu lernen und umso mehr bewundere ich alle Leute, die ich hier in Deutschland treffe, die so ein gutes Englisch sprechen.

Wenn du es dir aussuchen könntest, würdest du lieber für jemanden einen Song schreiben, oder gemeinsam mit jemanden einen seiner Songs performen?

Ich würde es vorziehen für jemanden zu schreiben. Songwriting ist einfach eine meiner größten Leidenschaften, deshalb würde ich unglaublich gern für einige Leute Lieder schreiben. Wenn ich die Chance bekäme mit Feist zu arbeiten, würde ich mich wahrscheinlich danach umbringen – es könnte einfach nicht besser werden, als für Leslie Feist zu schreiben. Wenn er noch am Leben wäre würde ich auch unglaublich gerne mal für Johnny Cash schreiben oder mit ihm abhängen. Könnte ich für Bob Dylan schreiben, ich würde wahrscheinlich auch sterben – das gleiche gilt für Bruce Springsteen, Carol King oder Joni Mitchel.

Also würdest du nicht gerne mit jemanden gemeinsam ein Lied singen?

Ich weiß nicht- Ich könnte es nicht verkaufen, einen Song zu singen, den ich selber nicht komplett fühle und meine. Als ich jünger war habe ich in einer Cover-Band gespielt und es hat mich unglaublich gelangweilt diese ganzen Lieder nachzuspielen, weil ich sie einfach nicht fühlen konnte. Natürlich gibt es viele Lieder, die ich sehr berührend finde, aber ich würde sie nie nachspielen, weil es einfach nicht komplett meine Emotionen sind. Wenn es nicht mein eigener Song ist, kann ich einfach nicht zu hundertprozentig dahinter stehen. Bei meinen Liedern weiß ich, wo die Emotionen herkommen und wie ich sie präsentieren möchte. Ich bin kein wirklicher Performer, kein Entertainer.

Aber du bist schon ein kleiner Geschichtenerzähler – ich mag die Art, wie du zwischen deinen Liedern Anekdoten einstreust, um die melancholische Atmosphäre auf deinen Konzerten aufzulockern.

Ja, das versuche ich auch immer, weil meine Lieder größtenteils traurig sind. Wenn ich sie am Stück durchspielen würde, würden die Leute wahrscheinlich abhauen und sich fragen, was falsch bei diesem unglücklichen Grießgram da vorne ist. Deshalb erzähle ich ab und an ein paar „Dad – Jokes“. Meine Bassistin liebt sie, mein Bruder hasst sie. Wo wir gerade schon dabei sind: Ich respektiere Comedians mehr als Musiker, was das betrifft. Als Musiker kannst du jahrelang das gleiche Set spielen, solange du gute Lieder hast. Letztens war ich bei Fleetwood Mac auf dem Konzert, die haben bloß alle ihre Singles gespielt und das Publikum war unglaublich glücklich, hat die Lieder mitgesungen wie verrückt – Lieder, die alle in den 70ern und 80ern geschrieben wurden. Wenn du aber als Comedian den gleichen Witz zweimal machen würdest, wären die Leute wahrscheinlich ziemlich genervt und enttäuscht. Da muss also viel mehr Kreativität und Wandel her.

Lass uns zum Ende noch gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen: Wird es bald ein Album geben ?

Ja, das wird es! Im Januar und Februar war ich in Nashville, in den Blackbird – Studios, was übrigens, wie ich dann rausgefunden habe, der Ort ist in dem Bruce Springsteen, Kings of Leon und Taylor Swift einige ihrer Platten aufgenommen haben. Ich dachte ich sei der glücklichste Typ auf dem Planeten, dass ich da aufnehmen darf, aber es kam noch besser: Bob Dylans Pedal Stale – Spieler kam vorbei, um auf ein paar meiner Songs mitzuwirken, außerdem spielt Neil Youngs Schlagzeuger auf vier von ihnen und für noch ein paar weitere Songs kam Hans Zimmers Geigenspieler. Als ich nach Hause kam, habe ich mir die Platte dann nochmal angehört und habe langsam realisiert, was da alles passiert ist.
Ich muss sagen, ich bin ziemlich stolz auf das Ergebnis – es war ein langwieriger Prozess und anfänglich war ich ziemlich nervös – aber jetzt ist es fertig und es kommt im September raus. Ich werde einige große Shows in meiner Heimatstadt und in London spielen und werde dann im Oktober oder November zurück nach Deutschland kommen, um eine zweiwöchige Tour zu spielen, diesmal sogar mit meiner Band. Das sind alles Dinge, auf die ich mich sehr freue.

Bis bald, Marty!

Als ich das Aufnahmegerät ausschalte, ist es bereits dunkel. Vor mir nippt Marty an seinem Rotwein und grinst: „Sollen wir zumindest noch die Zugabe anhören gehen?“. Während unseres Gesprächs haben Cold Specks ihr Konzert begonnen … und beendet. Was eigentlich nur als ein kurzes Interview nach seinem Auftritt geplant war, hat sich zu einem spannenden Gespräch mit Marty entwickelt, der ein unglaublich witziger und charmanter Gesprächspartner mit einem angenehm trockenen, britischen Humor ist. Ich kann ihn gut verstehen, wenn er davon spricht, dass seine Musik eine Art Katharsis für ihn sei. Er wirkt frei und gelöst – zufrieden mit sich selbst. Auch dieses Mal hat mich sein Auftritt begeistert und ich glaube, dass es dem Publikum im Düsseldorfer Zakk ähnlich ging. Bei aller Schwärmerei für „The Lake Poets“ frage ich mich jedoch, inwieweit Marty’s Projekt als Band funktionieren wird, denn für mich liegt der Zauber genau in diesem jungen Mann, mit seiner Gitarre allein auf der Bühne. Das wird sich spätestens im Oktober zeigen, wenn er, zusammen mit seiner Band, zurück nach Deutschland kommt. Wer mag kann mich gerne begleiten – ich werde da sein.

THE LAKE POETS‘ LIEBLINGSLIEDER:

Untitled 2Interview von Meike Glass.

gepostet am by Meike in Bands, Interviews, Stories

About Meike

Neben ihrer Hauptbeschäftigung diverse Kuchen und Brotspezialitäten in Stresssituationen zu backen studiert Meike noch 'irgendwas mit Medien' in Düsseldorf. Serien und Theater findet sie klasse - Musik natürlich auch. Darum ist sie beständig auf der Suche nach neuen Lieblingsstücken. Aktuell sind "Dexter" und "Fraser A. Gorman" ganz hoch im Kurs.

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